Krankheit nach Hahnemann


Krankheit entsteht durch die aus dem Gleichgewicht geratene Lebenskraft, durch eine innere Krankheitsbereitschaft (einer Krankheitsdisposition) mit gestörter Eigenregulation. Diese innere latente (schlummernde) Bereitschaft "sendet" etwas nach aussen, z.B. einen juckenden Hautausschlag. Dieser "entlastet" die innere Krankheit vorübergehend.

 

Symptome sind folglich "Ventile für die innere Krankheit".

 

Wird das Symptom schulmedizinisch beseitigt, bleibt die innere Krankheitsbereitschaft bestehen und sendet sofort oder später wieder Symptome nach aussen.

 

Die Erkrankung äussert sich nun an einem lebenswichtigeren Organ (hierarchische Ordung biologischer Systeme). Anstelle des juckenden Ausschlags tritt z.B. eine Epilepsie oder ein Asthma auf.

 

Kein neues Leiden: lediglich eine Variation der ursprünglichen Krankheit.

 

Werden Symptome voranschreitend unterdrückt, zeigen sich irgendwann

 

  • gar keine Symptome mehr nach aussen (bei sehr hohem Krankheitspotential); es entsteht eine "einseitige" Krankheit, zum Beispiel Krebs
  • oder es entwickelt sich eine schwere Krankheit mit einem Schwerpunkt
  • oder  es entwickeln sich eine Multimorbidität.

Unter Multimorbidität versteht man das gleichzeitige Vorhandensein mehrerer Erkrankungen oder medizinischer Probleme zur selben Zeit in einem Patienten. In Kontakten von Patienten mit dem Gesundheitssystem ist Multimorbidität heutzutage die häufigste Krankheitskonstellation.