Miasmen

Miasma (das, gr. μίασμα) bedeutet so viel wie „übler Dunst, Verunreinigung, Befleckung, Ansteckung“ und bezeichnete vor allem eine „krankheitsverursachende Materie, die durch faulige Prozesse in Luft und Wasser entsteht“. Wikipedia.


Hahnemann verwendete den Ausdruck "Miasma" gleichbedeutend mit "Krankheit". Er dachte sein ganzes Leben lang nach über Ursache und Wesen von Krankheiten. In seinen Werken spricht er von "akuten und chronischen Miasmen".

 

Akute Miasmen – oder akute Krankheiten – entstehen meist durch Ansteckung und treten oft sehr heftig auf. Der Patient stirbt ohne Therapie. Ist die Krankheit weniger heftig, kommt es zu einer Spontanheilung.

 

Im Gegensatz zu akuten Miasmen, die zeitlich begrenzt sind, dauern chronische Miasmen lebenslang an, können nicht spontan heilen, schreiten bis zum Lebensende fort und können u.U. eine Latenzphase haben, d.h. sie kommen vorübergehend zum Stillstand.

 

In allen Lebensphasen, die mit Stress verbunden sind, schreiten chronische Krankheiten fort: Wachstum und Zahnwechsel, Geschlechtsreife, Schwangerschaft, Geburt, Stillen, Wechseljahre (hormonelle Umstellung). Ausserdem jede schwere körperliche und psychische Belastung.

 

Hahnemann vertrat die Ansicht, dass man viele chronische Gesundheitsprobleme auf drei "Grunderkrankungen" zurückführen kann:

 

die "infektiösen Miasmen Psora, Sykose und Syphilis".

 

Diese Miasmen werden in einer Familie über Generationen hinweg vererbt. Werden ihre Symptome unterdrückt, wird die chronische Krankheit in den Körper hineingetrieben und das Risiko erhöht, dass sich eine schwerwiegendere Krankheit entwickelt (Epilepsie, Krebs etc.). Dies passiert, wenn das schlummernde Miasma irgendwann durch einen Faktor von aussen wie z.B. Stress geweckt, also aktiviert wird.

Diese Miasmen sind in jüngster Vergangenheit stilisiert worden. Psora zum Beispiel als Mangel/Hemmung (der Widerstandskraft), Sykose für überschiessende Reaktionen, Syphilis als zerstörerische Tendenz der Krankheit und/oder der Psyche.

Die Miasmentheorie ist auch erweitert worden: so durch das Krebsmiasma und das tuberkulinische Miasma. Weitere Vorstellungen darüber, warum chronische Krankheiten entstehen, wären das Impf-Miasma (Quecksilber-Miasma), das Hepatitis-, Malaria- oder Tollwutmiasma.

Haben Grosseltern oder Eltern an Krebs gelitten und wenn der vorstellige Patient die Zeichen einer Vorstufe von Krebs (Präkanzerose) aufweist, spricht man von Krebsmiasma.

Miasmentheorie. Das Fazit

Die Miasmentheorie ist eine umstrittene Hypothese der Homöopathie.

Sie ist aber ein wichtiger Denkansatz.

Sie hat bei chronischen Krankheiten den Blick frei gemacht auf erblich bedingte Aspekte.

Und dadurch auf die Möglichkeit der Homöopathie prophylaktisch (vorbeugend) zu wirken bei Erbschäden (Nosodentherapie).

Laut Hahnemann ist Psora (griech. Krätze) "das Urübel der Menschheit", das über Jahrhunderte hinweg von Generation zu Generation weitervererbt werde (§ 81 Organon). Alle weiteren Krankheiten entstünden daraus. Und der Ursprung der Psora laut Hahnemann? Ein unterdrückter oder nicht ausgeheilter Hautausschlag.

Heute weiss man, dass der Kot der Hausmilben Proteine und Enzyme enthält, welche atopische Erkrankungen auslösen können …

atopische Erkrankung


Überbegriff für bestimmte allergische Erkrankungen bei genetischer Veranlagung

Als Atopie bezeichnet man bestimmte allergische Erkrankungen mit einer Überempfindlichkeit auf ansonsten harmlose natürliche und künstliche Umweltstoffe.
Dabei werden typischerweise vermehrt bestimmte Antikörper (sogenannte IgE-Antikörper) gebildet. Atopiker können unter anderem an einer oder mehreren der folgenden „atopischen Krankheiten” leiden:  allergische Rhinokonjunktivitis (Heuschnupfen) oder atopische Dermatitis (Neurodermitis).

Synonyme: Atopie

atopische Dermatitis beim Hund

Das Leitsymptom äussert sich in erster Linie durch einen intensiven Juckreiz. Die Symptome können saisonal (Gräser, Pollen) oder nicht-saisonal (Pilzsporen, Flöhe, Milben) auftreten. Die Allergene werden hauptsächlich über die Haut aufgenommen (Störung der Hautbarrierefunktion?). Die atopische Dermatitis zeigt sich beim Hund vor allem an den Pfoten, den Lefzen, der Augengegend, in den Ohrmuscheln. Durch Kratzen können Entzündungen und Infektionen durch Bakterien und Pilze entstehen.

atopische Dermatitis bei der Katze

Die feline atopische Dermatitis macht zusammen mit der Flohspeichelallergie den Hauptanteil aller allergisch bedingten Hauterkrankungen der Katze aus. Entstehung und Entwicklung können mit derjenigen des Hundes verglichen werden. Beim Hund tritt die Krankheit vor allem vor dem 3. Lebensjahr auf, bei den Katzen kann jede Altersgruppe erkranken. Klinisch äussert sich die feline atopische Dermatitis durch Haarausfall, Schwellungen, Ausschlägen, Knotenbildung. Der Bauch, die Innenseite der Oberschenkel und die Pfoten können betroffen sein.