Gastritis

Gastritis ist eine akute oder chronische Entzündung der Magenschleimhaut. Ursachen können sein

  • virale Infektionen
  • Lebererkrankungen
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreas)
  • Diabetes
  • Niereninsuffizienz
  • Cushing Syndrom bei Tieren

Die Symptome sind vor allem Erbrechen, Appetitlosigkeit wegen Übelkeit und Schmerzen nach der Nahrungsaufnahme.

Gastritis durch Gallenrückfluss

Eine andere Ursache für eine Magenschleimhautentzündung kann auch ein sog. Gallenrückfluss sein. In diesem Fall fliesst immer wieder Gallenflüssigkeit, die eigentlich im Zwölffingerdarm bleiben sollte, in die falsche Richtung, nämlich nach oben in den Magen – was oft nach Magenoperationen vorkommen kann.

Auch starkes Übergewicht oder zu üppige Mahlzeiten können zu einem Gallenreflux führen.

Sämtliche Massnahmen, die der Magengesundheit nützen, wirken auch dem Gallenreflux entgegen, wie z. B. die folgenden:

Meiden Sie in jedem Fall sehr fette Speisen.

Manche Lebensmittel können auch den Gallenreflux verstärken. Dazu gehören koffeinhaltige Getränke, Alkohol, Schokolade, Zwiebeln und stark gewürzte Speisen.

Sorgen Sie bei Übergewicht dafür, dass Sie über kurz oder lang in die Nähe Ihres Normalgewichts gelangen.

Meiden Sie Stress bzw. üben Sie sich in effektiven Methoden zum Stressabbau.

Gastritis durch Stress

Nicht selten wird gerade dieser Punkt – die Wirkung von Stress, Aufregung, Konflikten und Sorgen auf das Magen-Darm-System – völlig unterschätzt. Denn lang anhaltender Stress kann dem Magen häufig so sehr zusetzen, dass allein dadurch eine Gastritis entstehen kann.

In diesem Fall liegen der Gastritis meist seelische Konflikte zugrunde. Mit gezielten Fragen kann hier jede/r Betroffene selbst dahinter kommen, ob es tief im eigenen Innern Themen gibt, die er/sie sich genauer ansehen sollte.

Zum Beispiel:

Was liegt mir schwer im Magen?

Was frisst mich von Innen auf?

Gastritis durch seelische Konflikte

Probleme, für die sich einfach keine Lösung zu finden scheint oder auch Tatsachen, die man partout nicht akzeptieren kann, liegen gerne schwer im Magen.

Auch gibt es Gedanken, die einen förmlich "auffressen", und unterdrückter Ärger kann den Magen zum "Überlaufen", sprich zum Übersäuern bringen.

Wer jedoch Wut in sich hinein frisst, sorgt dafür, dass sich die Aggression gegen den eigenen Körper – und hier zunächst gegen den Magen wendet.

Konflikte dieser Art führen daher nicht selten zu einer Gastritis – und zwar zu einer Gastritis, für die kein Arzt eine Erklärung findet – es sei denn, er würde sich nach dem seelischen Befinden des Patienten erkundigen.

Sind Sie also von Sorgen und Nöten geplagt, dann nehmen Sie sich spätestens jetzt vor, die Situation zu klären und Lösungen zu finden – notfalls mit Hilfe von Therapeuten und Selbsthilfegruppen.

Gastritis durch kranke Darmflora

Was hat der Magen mit der Darmflora zu tun?

Zuallerst befindet sich bekanntlich ein grosser Teil unseres Immunsystems im Darm. Wird das Darmmilieu und damit an erster Stelle die Darmflora durch jahrelange falsche Ernährung, durch Alkohol, Rauchen und Behandlungen mit Antibiotika immer wieder irritiert, dann wird auch das Immunsystem immer schwächer und schwächer.

Entzündungsprozesse entstehen leichter und (chronische) Erkrankungen können die Folge sein.

Hochinteressant ist jedoch, dass man inzwischen konkrete Zusammenhänge zwischen dem Zustand der Darmflora und einer Gastritis feststellen konnte.

So weiss man beispielsweise, dass viele der nützlichen Darmbakterienstämme zur Reduzierung des Helicobacters pylori beitragen können.

Folglich könnte eine geschädigte Darmflora (Dysbiose) eindeutig ein wichtiger Faktor dafür sein, der überhaupt erst zu einer ungebührlichen Vermehrung des Helicobacters pylori und damit zur Gastritis führt.

Bei einer Gastritis sollte daher unbedingt an den Aufbau der Darmflora mit einem hochwertigen Probiotikum gedacht werden.

Nun ist es jedoch so, dass man bei einer Gastritis infolge einer Helicobacter-Infektion meist Antibiotika verschrieben bekommt – und zwar mindestens zwei verschiedene Antibiotika in Kombination mit einem Protonenpumpenhemmer.

Antibiotika aber führen zu zahlreichen Nebenwirkungen (Durchfall, Übelkeit, Blähungen, Geschmacksirritationen) und zerstören überdies die Darmflora erst Recht. Was also tun?

Auch wenn es häufig sinnvoller scheint, erst nach einer Antiobiotikatherapie mit der Probiotika-Einnahme zu beginnen, nimmt man bei der Helicobacter-Therapie das Probiotikum zeitgleich zur Antibiotikatherapie.