Die neue Herangehensweise an Trauerbewältigung …

… versteht Trauer als einen Prozess, welcher nicht nur ein Gedenken an den Verstorbenen oder die Verstorbene umfasst, sonder auch die Anpassung an neue Lebensbedingungen. Gemäss diesem Konzept ist es also nicht hilfreich, Gedanken an Verstorbene vollkommen zu meiden, sondern sich an speziell bedeutungsvolle und harmonische Augenblicke mit ihnen zu erinnern.

 

Hinterbliebene haben oft das Gefühl, ihr Lebensfaden sei durch den Verlust zerrissen. Wie war ihr Leben vor dem Verlust? Wie ist es im Moment? Wie wird ihr Leben in Zukunft sein? Stellen Hinterbliebene diese drei Phasen einander gegenüber und machen Vergleiche, dann kann dies sehr hilfreich sein um den Faden wieder aufzunehmen und ihr Leben – trotz des Verlustes – weiter zu führen.

 

Trauer kann sich auch einstellen, wenn man nicht mit dem Tod eines geliebten Wesens konfrontiert wurde. Der Verlust von Gesundheit, Ganzheit, Selbstbestimmung, Jugend, Heimat oder das Scheitern eines Lebensziels, einer Partnerschaft, Freundschaft können ganz ähnliche Gefühle auslösen.

 

Und doch hat jedes Gefühl einen Sinn, sichert unser Überleben in der Gemeinschaft, hat eine persönliche Bedeutung in einem bestimmten Lebensabschnitt und ermöglicht oft überhaupt erst, etwas in seinem Leben zu ändern und sich neu zu orientieren.

 

Trauerreaktionen: Schuldgefühle, Tränen, Hilflosigkeit, Verloren-Sein, Aggression. 

 

Ein Wort zu Aggression.

 

Diese wird oft mit negativen, zerstörerischen Handlungen in Verbindung gebracht. Im ursprünglich, durchaus positiven Sinn verstanden, beseitigt aber Aggression Hindernisse und ermöglicht es, dass sich neue Aktivitäten entfalten können. Das Lateinische aggredi bedeutet auf etwas hinzugehen, etwas angehen: Altes, Kraftloses wird entfernt und macht Platz für Neues.


Trauer bei Tieren

Verliert ein Tier einen ihm sehr nahe stehenden Gefährten durch Tod, so reagiert es je nach charakterlicher Ausprägung verschieden auf diesen Verlust.

  • Verhaltensänderungen
  • Stimmungsschwankungen
  • Rückzug, Teilnahmslosigkeit, Gleichgültigkeit
  • Fressunlust und Abmagerung
  • Depression
  • Reizbarkeit
  • geistige Erschöpfung und körperliche Schwäche
  • Zorn, Aggressivität, Entrüstung, Groll