«Nichts ist schlimmer als das, was wir uns vorstellen können.» In seinem neuen Roman «Jawaka» (Aufbau Verlag 2015) tastet sich Hansjörg Schertenleib vor bis an die Grenzen der Fiktionalität und darüber hinaus; er nimmt den Leser, die Leserin mit in die Schreibstube des Autors, die sich als komplexes Escher-Bild mit sich überkreuzenden Erzählebenen und raffinierten Querverweisen erweist. Ein junger Mann flieht in einer dystopischen Zukunft im Jahr 2057 vor seinen Häschern, ein alternder Künstler erfährt im irischen Ballykilloween von der Existenz eines bereits erwachsenen Sohnes, und ein Schweizer Autor setzt während einer Writer's Residence im südafrikanischen Kapstadt alles aufs Spiel.